Der NPD-Kreisverband Oberhavel wurde im Mai 1999 in Hennigsdorf gegründet.

Gründungskreisvorsitzender war der Tischler Reimar Leibner (Oranienburg).

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten hatte sich die NPD im Jahr 2000 im Kreisgebiet fest etabliert.

Das Geheimnis des erfolgreichen Aufbaus bestand und besteht darin, möglichst alle Mitglieder in die politische Arbeit einzubinden; auf spektakuläre Auftritte bis auf weiteres zu verzichten und den Parteiaufbau systematisch über bewährte Methoden der Basisarbeit voranzutreiben.

 

2003 trat die NPD in Oberhavel erstmals zur Kreistagswahl an. Die Lokalpresse ver-suchte, den NPD-Wahlkampf niederzuschweigen. Viele fleißige Hände jedoch zeig-ten den parteilichen Medien, daß mit einem intelligenten Sichtwahlkampf jede Schweigespirale wirkungslos wird. Trotz noch geringer Finanzmittel und einem noch nicht flächendeckenden Wahlkampf konnte ein Mandat erreicht werden, für das zweite fehlten ganze 30 Stimmen. In den Kreistag zog der Fürstenberger Mario Popiela ein, der im Wahlkreis 1 (Altkreis Gransee) das beste Ergebnis für die NPD errungen hatte. Stimmergebnisse von über 10% in einzelnen Stadtteilen Veltens und im Altkreis Gransee zeigten, daß das NPD-Potential mit den erreichten 2,7% keines-wegs ausgereizt war.

 

Auch wenn ein einzelner Abgeordneter nicht viel ausrichten kann, war doch Popielas Stimme im Febr. 2004 ausschlaggebend dafür, daß das traditionsreiche Runge-Gymnasium in Oranienburg nicht geschlossen wurde. Anläßlich einer kurzen Stel-lungnahme des NPD-Abgeordneten zur Geschichte des Lagers Sachsenhausen nach der sog. „Befreiung“ im Kreistag im Februar 2005 führten Abgeordnete u.a. von PDS und SPD einen Eklat herbei, indem sie den Sitzungssaal verließen. Inhaltlich mochten Sie zu den Ausführungen Popielas allerdings nicht Stellung nehmen. Der „Oranienburger Generalanzeiger“ schaffte danach das Kunststück, in einer Ausgabe drei Beiträge über diesen Vorgang zu verbreiten, ohne auch nur mit einem Wort auf das einzugehen, was Popiela vorgetragen hatte; eine Desinformationsleistung der beson-deren Art.

 

                Die Strukturen werden weiter ausgebaut

 

2005 wurden die NPD-Ortsbereiche Hennigsdorf-Velten, Gransee-Zehdenick und der NPD-Stadtverband Oranienburg gegründet. Damit wurde der Kreisvorstand von etlichen Aufgaben entlastet und konnte sich u.a. dem Strukturaufbau in den nordöst-lichen Nachbarkreisen widmen. Ende 2006 wurde dann der NPD-Kreisverband Barnim-Uckermark gegründet, dem eine Führungsmannschaft vorsteht, die ihr politi-sches Handwerkszeug bei der NPD-Oberhavel erworben hat.

Der Wermuthstropfen dabei war, daß mit der Ausgliederung der Mitglieder des neuen Kreisverbandes die NPD-Oberhavel die Position des stärksten Kreisverbandes Brandenburgs erst mal an den NPD KV Oderland abtreten mußte.

 

Seit Kreisverbandgründung waren die Veranstaltungen der NPD-Oberhavel offen auch für REP- und DVU-Mitglieder, die als gern gesehene Gäste ausdrücklich be-grüßt wurden und immer häufiger erschienen. Seit 2006 gibt es keine REP-Organisation mehr im Kreis. Inzwischen ist die NPD im Kreisgebiet die einzige durchstrukturierte, operationsfähige, nationale Organisation deren Mitgliedschaft von 18 bis 80 Jahren Vertreter aller Generationen umfaßt. Generationskonflikte oder Ost-West-Animositäten sind bei der NPD unbekannt. 2006 konnte der Frauenanteil in der Mitgliedschaft deutlich angehoben werden. 

Seit 2006 haben die von einem abgestandenen, dumpfen und unreflektierten „Anti-faschismus“ geprägten Lokalzeitungsjournalisten bemerkt, daß Niederschweigen das Anwachsen der NPD im Kreis nicht stoppen kann. Also setzt man zunehmend darauf, phantasievolle Geschichten von linken Organisationen aller Couleur über die NPD aufzugreifen und ungeprüft abzudrucken. So verbreitete die „Märkische Allgemeine“ am 23. 8. 2006 sogar falsche NPD-Prozentzahlen (von der Bundestags-wahl 2005) und war auch nach Rückruf des NPD-Pressesprechers nur zu einer teil-weisen Korrektur bereit. Der eherne Satz, der bei allen Journalisten über der Berufs-ausbildung steht, ist das (lateinische) Gebot: „Audiatur, et altera pars“; deutsch: Höre auch die andere Seite. Im journalistischen „Kampf gegen rechts“ kommt dieser Leit-spruch nur zu oft unter die Räder.

 

2007 stand die Vorbereitung auf die Kommunalwahlen im Herbst 2008 im Vorder-grund der Arbeit. Im Frühjahr leisteten Oberhaveler Nationaldemokraten Wahlhilfe in Sachsen-Anhalt, wo im April durch die Kreisgebietsreform Kommunalwahlen notwen-dig wurden. Hier konnten nützliche Erfahrungen gesammelt werden, und am Ende stand mit dem Einzug der NPD in jeden Kreistag, zu dem kandidiert wurde, ein moti-vierender Erfolg.

Mit den gleichzeitig in Kreis OHV anlaufenden Aktivitäten „gegen rechts“ wurde in den Monaten April - Juni vor allem erreicht, daß Menschen auf uns aufmerksam wurden, die wir mit unserem Info-Material noch nicht erreicht hatten. Insbesondere die Kampagne gegen Stella Palau-Hähnel und ihre Kinder in Hohen Neuendorf hat etliche Bürger empört und dem Kreisverband weitere Mitglieder gebracht.

 

Auf einer Kreisverbandsveranstaltung mit zahlreichen Gästen im Juli 2007 stellte der Parteivorsitzende Dipl.sc.Pol. Udo Voigt die gebetsmühlenartig gegen die NPD vorgebrachten Anwürfe („antidemokratisch“, „verfassungsfeindlich“ etc.) auf den Prüfstand. Weder fordere die NPD das Verbot mißliebiger Organisationen, noch ver-suche sie, mit Straßensperren, Sitzblockaden oder sonstigen illegalen Methoden an-dere an der Verbreitung ihrer Meinung zu hindern. Der Wunsch nach Veränderung bzw. Ergänzung einzelner Grundgesetzartikel könne angesichts der zahlreichen bis-lang vorgenommenen Änderungen nicht ernsthaft als „verfassungsfeindlich“ gelten. An der Entstehungsgeschichte des Grundgesetzes und seiner weiteren Entwicklung zeigte Voigt auf, daß die sog. „demokratischen Parteien“ dieses Regelwerk perma-nent mißachten und aus Liebedienerei gegenüber den ehem. Besatzungsmächten die Souveränitätseinschränkungen des Überleitungsvertrages von 1954 mit ins

21. Jahrhundert geschleppt haben. Aufgrund immer häufigerer Urteile des Bundes-verfassungsgerichtes, das vom Bundestag verabschiedete Gesetzeswerke als nicht verfassungskonform erkennt, geht zudem hervor, das die Regierenden am wenigsten geeignet sind, über die  Verfassungsfeindlichkeit  anderer zu urteilen.

 

        2008 -  Bürgernaher Wahlkampf zahlt sich aus

 

Das Jahr 2008 stand im Zeichen des Kommunalwahlkampfes.  Umfangreiche kommunalpolitische Bildungsmaßnahmen für NPD-Kandidaten auf Kreis- und Gemeindeebene machten die Bewerber fit für die vor ihnen liegenden Aufgaben.

Bereits im Frühjahr setzte eine Medienkampagne „gegen rechts“ ein, die jeden Rülpser von selbsternannten Aktivisten „gegen rechts“ zu einer Pressemeldung verarbeiteten. Mahnende und beschwörende Appelle an die Wähler, doch um Gottes Willen nicht rechts zu wählen, wechselten sich ab mit „Berichten“, in denen die in-wischen namentlich bekannten NPD-Kandidaten als „zwielichtige“ Gestalten ab-qualifiziert (natürlich ohne weitere Begründung) wurden.          

Ein agitierender Generalstaatanwalt aus Neuruppin, dessen Aufgabe eigentlich die Verbrechensbekämpfung sein sollte, irrlichterte durch OHV und andere Gebiete und sonderte im Monatstakt seine ganz persönlichen Wasserstandsmeldungen zur „Gefahr von rechts“ ab.

Im Mai fand erstmals im Kreisgebiet eine NPD-Veranstaltung in einem öffentlichen Raum (in Zühlsdorf) statt. Die zuständige Gemeinde Mühlenbecker Land hatte erst einen Nutzungsvertrag unterschrieben, dann wieder (nach Beeinflussung durch schlechte Berater) mit einer haarsträubenden Begründung den Vertrag gekündigt, wurde jedoch gerichtlich zur Einhaltung desselben verurteilt. Den Schaden trug die Gemeinde davon. Wer solche „Berater“ hat, braucht keine Feinde mehr. Das Geplärr von ca. 50 z. T. aus anderen Orten stammenden Krakeelern am Rande der Veranstaltung, die ihren Haß gegen Nationaldemokraten herausschrieen, verlieh dem NPD-Treffen die letzten demokratischen Weihen. Eine Demokratie lebt von der Vielfalt unterschiedlicher Meinungen, nicht von der Einfalt derer, die dies nicht ertragen können oder wollen.

 

Zwei Monate später, im Juli 2008 versuchten Linke und SPD-Angehörige ein NPD-Treffen in Birkenwerder zu verhindern, indem sie erst den Gaststättenwirt unter Druck setzten und dann Gesänge anstimmten, die die Worte des Referenten un-hörbar machen sollten. Dank des besonnen Verhaltens der NPD-Amtsträger und der herbeigerufenen Polizei blieb es bei dem Versuch; die Störer mußten schließlich abziehen, ohne ihr Ziel erreicht zu haben. Eingeleitete Ermittlungen gegen sie wegen Vergehens gegen das Versammlungsgesetz wurden, wahrscheinlich auf politischen Druck hin, eingestellt.

 

Der 28. Sept. 2008 wurde für die Kämpfer „gegen rechts“, die mit dem Ziel ausgezo-gen waren, den „Rechten“ kein Mandat zukommen zu lassen, insbesondere in Ober-havel zum Waterloo. Von 1 auf 7 konnte die NPD die Zahl ihrer kommunalen Mandate im Kreis steigern. Sie ist nun vertreten im Kreistag Oberhavel mit zwei Abgeordneten, in der Stadtverordnetenversammlung Oranienburg mit zwei Stadtverordneten, sowie mit je einem Mandat in Fürstenberg/Havel und in der Gemeindevertretung Mühlenbecker Land. Das ebenfalls errungene Mandat in Hohen Neuendorf ging leider durch Umzug verloren. Bemerkenswert ist das Einzelergebnis von 12% in Orbg.-Germendorf für Reimar Leibner, das seinen Einzug ins Stadtparla-ment sicherte.

Schiffbruch erlitt auch der Oberhaveler Landrat Schröter (SPD) bei dem Versuch, der NPD die Thematisierung eines Vorganges in ihren Wahlkampfschriften untersagen zu lassen, der 2007 immerhin für einige Presseaufmerksamkeit gesorgt hatte.

Damals war vom Kreis eine fünfstellige Summe Geldes umgewidmet worden u.a. zum gezielten „Kampf gegen rechts“, was die NPD den Bürgern in Erinnerung rief. Das Landgericht Neuruppin lehnte es jedoch ab, der NPD einen Maulkorb zu verpas-sen;  der Landkreis mußte für die sinnlos verursachten Prozeßkosten aufkommen.

 

2009 nahmen die Nationaldemokraten auch wieder an der Landtagswahl teil und erzielten aus dem Stand zunächst 2,6 %  (1999 waren es nur 0,7%). Da das ursprüng-liche vorläufige amtliche Endergebnis jedoch durch „Unregelmäßigkeiten“ zum Nach-teil der NPD bereits korrigiert werden mußte und weitere Korrekturen noch ausste-hen, handelt es sich dabei noch nicht um das endgültige Resultat.

Die NPD-Kandidatur war nötig geworden, nachdem durch des desaströse Abschnei-den der DVU bei der EU-Wahl im Juni 2009 deutlich geworden war, daß sie einen erneuten Einzug in den Potsdamer Landtag nicht schaffen würde.

Bei der zeitgleich stattgefundenen Bundestagswahl mußte die NPD auch in Ober-havel bei geringerer Wahlbeteiligung erstmals leichte Stimmverluste hinnehmen.

 

            Wir bleiben hier - und wir werden immer mehr

 

Dreizehn Jahre NPD-Oberhavel bedeuten zähe und unermüdliche Arbeit gegen eine Vielzahl von Widerständen, gegen Rechtsbrüche, gegen Boykotthetze zum Nachteil von Personen, die der NPD-Räumlichkeiten zur Verfügung stellen und gegen die

dümmliche Arroganz derer, die sich im Besitz der reinen demokratischen Lehre wähnen, von Toleranz und Courage schwätzen, jedoch sich der zentralen demokrati-schen Tugend, Menschen mit einer anderen Meinung als die ihre zu tolerieren und ihnen gleiche Entfaltungsmöglichkeiten zuzubilligen, vollständig und absichtsvoll verweigern.

 

Dreizehn Jahre NPD zwischen Berlin und Mecklenburg-Strelitz, das ist auch die Geschichte eines sich ins Bewußtsein der Menschen und Wähler vorarbeitenden Verbandes, dessen wichtigstes Handwerkzeug immer das persönliche Gespräch und nicht die laute Demo auf der Straße war und bleibt. Überzeugen kann man nur mit Wissen und Fakten; und mit glaubwürdigen Persönlichkeiten.

Die Nutzung von Trillerpfeifen, Gebrüll, Falschmeldungen, Halbwahrheiten und Denunziationen überlassen wir gern unseren politischen Gegnern,

- schon, weil sie darin eine uneinholbare Routine haben.

 

Da sich die Lokalpresse inzwischen als integrativen Teil des „Kampfes gegen rechts“ begreift und bestenfalls noch von wenig Faktengehalt getränkte Negativmeldungen (von geringen Ausnahmen abgesehen) über die NPD abdruckt, sollten Sie Berichte über die NPD immer mit großer Skepsis lesen. Hier schreiben keine ehrlichen Makler oder unvoreingenommene Journalisten, sondern Menschen, die eine bestimmte vor-gegebene Erwartungshaltung an ihre Texte zu bedienen haben.

Jeder Lohnschreiber, der dort von der allgemein erwarteten Verdammung der NPD abzuweichen auch nur versuchen würde, könnte sich gleich die Karten legen, -

                                                                    und sich eine neue Beschäftigung suchen


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